Sonderausstellung
Die „Wunstorfer“ – Limmers heimliche Hauptstraße Teil 2
Viele Einwohner*innen von Limmer oder Durchreisende erinnern sich bestimmt an den schlechten Zustand der Wunstorfer Straße vor ihrem Ausbau in den 90er Jahren. Schlaglöcher geben das alte Kopfsteinpflaster frei. Als Teil der Landstraße von Linden nach Wunstorf (heute Bundesstraße 441) wird die Wunstorfer Straße 1821 unter Obervoigt J. Prüßmann mit einer Steindecke versehen.
Seitdem hat sich ihr Gesicht verändert. „Gasthof, Fremdenlogis, Colonialwaren, Glas & Porzellanhandlung“ heißt es in einer Anzeige von Carl „Battermans Gasthaus“, das 1875 an der Ecke zur Ratswiese eröffnet. Heute befindet sich hier eine Tanzschule. Nebenan hat Conrad Battermann bereits 1851 ein Fachwerkhaus gegen den Einspruch des Windmüllers der limmerschen Mühle erbaut. Dieser befürchtet, das Gebäude könnte der nur 160 Schritte entfernten Bockwindmühle, deren Hügel noch heute am Ende der Ratswiese im Mühlenpark zu sehen ist, den Wind nehmen. Aller Einspruch ist zwecklos. So ist das gut gepflegte Fachwerkgebäude, in dessen Hinterhof sich lange Zeit eine Wäscherei und Heißmangel befindet, auch heute noch ein Blickfang.
Noch bis zur Jahrtausendwende gibt es neben dem Hundesalon von Frau Möller die Kohlenhandlung am Rande der Ratswiese. Zirkus, Schützenfest oder das alljährliche Osterfeuer locken bis heute Besucher*innen aus angrenzenden Stadtteilen zum Feiern nach Limmer. Sowohl an der Ecke zur heutigen Sackmannstraße als auch auf dem Areal von „Tegtmeyers Hof“ kann bei ARAL oder Shell bis in die 1970er Jahre getankt werden. Auf letzterem entsteht in Eigenregie engagierter Einwohner*innen 1994 eine zum Verweilen einladende Grünfläche. Im neuen Jahrtausend erhält der Platz sein heutiges Aussehen. Bis ca. 1950 steht hier der Vollmeierhof Nr. 1 aus dem 17. Jahrhundert, seit 1897 Tegtmeyers Hof.
Das prachtvolle Gründerzeiteckgebäude Hausnummer 79 neben dem 1995 geschlossenen limmerschen Postamt in der Tegtmeyerstraße hat nach einer energetischen Sanierung 2024 sein Erscheinungsbild sehr verändert und leider an Charme verloren.
Termine 2026
Dienstag, 21. April, 17.00 – 19.00 Uhr
Sonntag, 31. Mai, 15.30 – 17.30 Uhr
Dienstag, 23. Juni, 17.00 – 19.00 Uhr
Sonntag, 19. Juli, 15.30 – 17.30 Uhr
Dienstag, 25. August, 17.00 – 19.00 Uhr
Sonntag, 27. September, 15.30 – 17.30 Uhr
Dienstag, 27. Oktober, 17.00 – 19.00 Uhr




